Freitag, 24. Dezember 2010

Weihnachtsgrüße

Mit einer multimedialen Nachricht wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2011!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Im Internet gefunden... 12/21/2010

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

Lernende von heute...

Das Video ist zwar schon ein bisschen älter (2007) und hat eine US-Amerikanische Perspektive, aber der Zeitabstand  macht den Inhalt eher relevanter. Jeder, der Heranwachsende unterrichtet sollte sich dieser Fakten bewusst sein, um ein bisschen besser zu verstehen, wie die so "ticken".

Sonntag, 19. Dezember 2010

Die Hälfte der Übung macht den Meister!

Wondrously Organized
Foto von Pesky Library
Laut einem Beitrag in Wired hat eine Forschergruppe der Northwestern University, USA bei der Erforschung von Übungseffekten eine Entdeckung gemacht, die bestätigen mag, was ich meinen DeutschschülerInnen während meiner Zeit in England immer empfohlen habe. Ich war mir sicher, dass Vokabeln besser behalten werden, wenn sie zunächst gepaukt (am besten mit der schnellen Leitner-Methode) und danach passiv weiter"gelernt" würden. Hierzu habe ich den SchülerInnen empfohlen, die Vokabeln auf Kassette aufzunehmen (Audacity und MP3 waren damals noch ein ferner Traum)  und im Hintergrund bei der Erledigung anderer Arbeiten (z.B. Spülmaschine ein- und ausräumen) abzuspielen. Wie so eine Tonaufnahme sich anhören kann, kann man hier hören...

Im Experiment der Forschgruppe wurde allen TeilnehmerInnen eine schwierige Aufgabe zur Unterscheidung von Lauten gegeben. Danach übten und übten die TeilnehmerInnen (360 Versuche pro Tag für mindestens 6 Tage). Im Anschluss wurde die Experimentgruppe in drei Untergruppen aufgeteilt: Eine Gruppe übte eine völlig andere Aufgabe ein, die zweite übte zunächst die Originalaufgabe und wurde dann passiv für die Aufgabenerledigung sinnvollen Reizen ausgesetzt, während die dritte Gruppe die Originalaufgabe während der ganzen Zeit weiterübte. Das erstaunliche Ergebnis: die zweite Gruppe hatte (fast) den gleichen Trainingseffekt wie die dritte Gruppe, währen die erste Gruppe erwartungsgemäß deutlich schlechter abschnitt. Andrew Sabin einer der Co-Autoren der Studie fasste das Ergebnis so zusammen:
"Man kann mit der Hälfte der Arbeit den gleichen Effekt erzielen"

Also, erst Vokabeln büffeln (z.B. mit Cobocards), dann mit Audacity eine schöne Vokabeltraining-MP3 basteln und die dann nebenher hören. Das sollte laut dieser Studie klappen! Ich denke, dass ja schon allein das Erstellen der MP3 für einen weiteren Trainingseffekt sorgt ;-)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Mindmeister

Heute habe ich eine nette Mail bekommen (Danke, Patrizia!), in der mir für ein Video zu Mindmeister gedankt wurde, dass ich vor über drei Jahren erstellt habe.

Anscheinend ist es noch immer relevant. Mittlerweile hat Mindmeister auch eine vollständig deutsche Bedienerführung. Ich persönlich finde es noch immer das komfortabelste online Mindmapping Programm. Grund genug, das Video hier noch mal zu posten:



Hier geht's zu Mindmeister und eine Einführung zu Mindmapping findet man auf Wikipedia...

Übrigens, ich habe auch mal eine Mindmap zum Kooperativen Lernen erstellt, als Vorbereitung für eine Lehrer-Fortbildung...

Montag, 13. Dezember 2010

moodlemoot in Elmshorn



Im nächsten Jahr findet die deutsche moodlemoot in der Zeit vom 12.-15. April (12./13. April Pre-Conference Workshops) in Elmshorn statt. Auch edumorph hat Beiträge eingereicht.

Zusammen mit Michael Tighe (virtual-teamwork.com) habe ich einen "Teams sind Trumpf" Pre-Conference Workshop und einen Vortrag eingereicht.

Im Pre-Conference Workshop wollen wir gemeinsam mit den Teilnehmenden überlegen, wie man die Grundvoraussetzungen für kooperatives Lernen in einem moodle Kursraum schafft, bevor wir uns in Teams daran machen, auch komplexere kooperative Lernszenarien mit moodle umzusetzen. Dabei werden wir vieles lernen zu den Lernaktivitäten Forum, Wiki, Datenbank und Workshop. Außerdem werden wir die Gruppen- und Gruppierungsfunktion erarbeiten, die für den Einsatz komplexerer kooperativer Methoden hilfreich ist.

Für diejenigen, die nicht am Workshop teilnehmen können, haben wir uns als kleines Trostpflaster eine Vortrag mit unseren 5 Top Tips für den Einsatz von moodle für kooperatives Lernen überlegt.

Zusammen mit Alex Büchner von Synergy Learning (offizieller Moodle Partner) will ich in unserem Vortrag "moodle mobil nutzen" die auf dem Handy und Tablet zur Verfügung stehenden Optionen zur Nutzung von moodle vorstellen und Vor- und Nachteile der einzelnen Lösungen diskutieren.

Folienvorleser...

Ich bin eigentlich ein echt netter Typ
und hab (fast) alle Menschen lieb.
Aber von Wesen,
die mir Ihre Folien vorlesen,
wünscht ich, dass ihre Anwesenheit unterblieb!

Ich weiß, der Limerick oben ist weder künstlerisch wertvoll noch besonders witzig, aber er drückt aus, was in mir passiert, wenn ich einem Vortrag eines Folienvorlesers ausgesetzt bin. Während so eines Vortrags ist der Limerick nämlich entstanden.

Ich kann es nicht mehr ertragen, wenn Redner mir ihre Folien vorlesen. Ich empfinde das als vorsätzliche Körperverletzung, da so ein Vortrag es mir unmöglich macht, mich von den (bei meiner Länge zwangsläufig) zu kleinen Sitzmöbeln abzulenken, auf denen ich Platz nehmen muss. Außerdem wollte ich ja vom Redner etwas lernen!

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie hochgebildete Dozenten, Doktoren und Professoren (darunter auch Menschen, die es aufrund ihres Spezialgebiets wissen müssten)  denken können, sie könnten schneller reden, als ich lesen.
Im Durchschnitt spricht ein Mensch mit einer Geschwindigkeit von 120 bis 180 Wörtern pro Minute (http://goo.gl/sRjon). Ich kann ohne mich besonders anstrengen zu müssen aber mit einer Geschwindigkeit von 290 bis 310 Wörtern pro Minute lesen (http://www.spreeder.com/).

Das muss doch zu innerer Unruhe, Ungeduld und Frust bei Zuhörenden führen, wenn der Redner (der Experte) mit den Zuhörern (den Laien) nicht mithalten kann. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass längere Texte nur in ein Handout gehören und/oder dass man evtl. mal eine Lesepause zur Verfügung stellen sollte. Am besten finde ich es aber, wenn längere Text mit eigenen Worten zusammengefasst und nur Schlüsselkonzepte auf Folien (möglichst textfrei) visualisiert werden.

Wer das auf unterhaltsame Art lernen möchte, sollte sich folgende Bücher auf den Wunschzettel schreiben (keine Angst, auch Folienvorleser werden vom Christkind bedacht!):

ZEN oder die Kunst der Präsentation
Auf der Serviette erklärt
Was bleibt (bitte nicht vom Wort Werbung im Untertitel abschrecken lassen. Es ist kein Marketingbuch!)


Achtung: Ich kann selber nur für die englischen Originalfassungen bürgen. Die Übersetzungen habe ich nicht gelesen...

Montag, 29. November 2010

Schön war's...

... beim ersten Treffen von moodlemeet.de!

Aus allen Bereichen (Schule, Weiterbildung, Wirtschaft) waren moodle-Interessierte nach Essen gekommen, um sich über alles, was mit moodle zu tun hat auszutauschen. Die Atmosphäre war so, wie sie (fast) nur im Unperfekthaus sein kann und so wurden viele vernetzende, problemlösende, neue-Ideen-schaffende oder einfach nur nette Gespräche geführt.

Toll war, dass Moodle HQ sich extra für uns beeilt haben und moodle 2.0 passend zu unserem ersten Treffen veröffentlicht wurde :-) Dafür vielen herzlichen Dank!

Ein herzliches Dank geht auch an alle, die gekommen sind (trotz Glättewarnung) und so für einen gelungenen Start des Moodle Stammtisch NRW gesorgt haben!

Der nächste Termin ist übrigens der 4.3.2011 18.03.2011, 19.00 Uhr!

Mittwoch, 29. September 2010

moodlemeet: Der Moodle Stammtisch NRW

Logo des moodlemeet - der Moodle Stammtisch NRWEs ist soweit, was Christine und Dieter Pannen und ich auf der Moodle2010 angedacht haben, geht an den Start:

moodlemeet: Der Moodlestammtisch NRW


In Zusammenarbeit mit dem Unperfekthaus und Moodleschule eV haben wir diesen regelmäßigen Treff gegründet, um allen moodle Anwendern, und denen, die es werden wollen, einen Ort zu geben, wo sie sich austauschen, helfen und beraten können. Und das in der wunderbar kreativen Atmosphäre des Unperfekthauses!

Das erste Treffen ist am Freitag, 26.11.2010, ab 19.00 Uhr im Raum mit dem Internetsofa. Wir würden uns freuen, wenn ihr Eure Kanäle benutzt, um auf dieses Treffen hinzuweisen. Toll wäre es, wenn Leute hier eintragen, ob mit ihnen zu rechnen ist. So können wir im Notfall Räumlichkeiten umdisponieren.

Alle Informationen zum moodlemeet gibt es immer unter:
http://www.moodlemeet.de


Wir freuen uns auf Euch!

Montag, 20. September 2010

moodle2010 - eine Nachlese

Jetzt komme ich doch erst Tage später dazu die Konferenz moodle2010 ein wenig zu reflektieren...

Während unseres Pre-Conference Workshops "Teams sind Trumpf - moodle für Kooperatives Lernen einsetzen" haben nicht nur die Teilnehmer einiges gelernt. Hier ein paar meiner Erkenntnisse:

  • Verlasse dich nie auf Material und Ressourcen, die du bestellt hast:
    Ich werde, denke ich, von nun an immer Flipchartpapier, Flipchartstifte und einen Moderationskoffer selber mitschleppen.

  • Wenn man Menschen um Hilfe bittet, und genau formuliert, was man für Hilfe benötigt, nehmen viele eine Menge Umstände auf sich, um zu helfen:
    Schnell wurde uns ein Beamerkabel, Flipchartpapier und Stifte von Mitarbeitenden des vollkommen an der Konferent unbeteiligten Lehrstuhls für Marketing bereitgestellt.

  • Auch ohne Internetzugriff kann man moodle unterrichten:
    Da der WLAN-Zugriff nicht klappen wollte, haben Michael und ich kurzerhand auf Papier mit den Teilnehmenden in Gruppenarbeit gemoodlet. Auftrag war, kooperative Präsenz-Lehrmethoden in einem moodle-Szenario umzusetzen. Das gelang sehr gut und die Ideen sind hier zu sehen.

  • Es lohnt sich durch lösungsorientiertes Denken und Optimismus die Stimmung in der Gruppe nicht abstürzen zu lassen:
    Unsere Workshopgruppe war kooperativ, kreativ und bereit, sich auf  Plan B einzulassen. Dafür ein herzliches Danke!


Hier noch ein paar Anmerkungen zu meinen persönlichen Aha-Erlebnissen:


  • Mit einem perfekt geplanten Projekt, dass SchülerInnen und Eltern involviert, kann man eine ganze Schule an moodle heranführen:
    Christine Pannens WM-Café hat gezeigt, wie man moodle in einer Grundschule einführen kann -  mit an allen Beteiligten an Bord und viel Enthusiasmus

  • Auch Erstklässler können mit moodle arbeiten:
    Stefanie Welzel, die zusammen mit ihren SchülerInnen den ersten Preis des Schulwettbewerbs gewann, zeigte, wie man mit moodle Stationenlernen umsetzt mit SchülerInnen, die noch nicht (gut) Lesen und Schreiben können

  • Aktivität statt Content:
    Rolf Kröger zeigte, wie man SchülerInnenzentrierten Unterricht auch moodlen kann.

  • Nach Abendessen, Wein und 20.00 Uhr sollte man keine akademischen Vorträge mehr hören, sondern besser Tischtennis spielen.

Mittwoch, 1. September 2010

moodle2010: "Teams sind Trumpf - moodle für kooperatives Lernen nutzen" ist ausgebucht!

Leider ist unser Workshop "Teams sind Trumpf - moodle für kooperatives Lernen einsetzen" schon restlos ausgebucht. Wenn Sie Interesse haben, an einem zukünftigen Workshop teilzunehmen, schreiben Sie mir doch einfach kurz eine Mail (info@edumorph.com) mit Ihren Kontaktdaten und ich informiere Sie gerne, sobald der nächste Workshop stattfindet. Wir freuen uns natürlich auch, wenn Sie uns während der Konferenz einfach ansprechen ;-)

Donnerstag, 29. Juli 2010

Kostenlos aber sicher nicht umsonst: Pre-Conference Workshop auf der Moodle 2010

Logo der Konferenz Moodle 2010


In der Zeit vom 15.-17. September findet auf dem Campus Essen der Universität Duisburg Essen die moodle 2010 statt, eine moodle Konferenz im Rahmen des Kulturhauptstadtprogramms RUHR.2010. Teil der Konferenz ist ein Schulwettbewerb. Prämiert werden besonders gelungene Projekte zum Thema "Mit Moodle Grenzen überwinden", die sich als nachhaltig, kreativ und kooperationsfördernd herausstellten.

Neben der Vorstellung der einzelnen Schulprojekte gibt es natürlich, wie es sich für eine moodle Konferenz gehört, eine Fülle an Vorträgen und Workshops rund um die Administration und Anwendung von moodle, darunter auch den von mir und Michael Tighe durchgeführten Pre-Conference Workshop "Teams sind Trumpf - Kooperatives Lernen moodlen". Dieser wird übrigens für alle Konferenzteilnehmer als kleines Bonbon kostenfrei angeboten! Wer sich nicht sicher ist, ob er einen zusätzlichen Tag in Essen verbringen will, kann hier lesen, was andere Workshopteilnehmer von Michael und mir in der Vergangenheit für Feedback gegeben haben.

Die Keynote wird Max Woodtli zum Thema "Leistungsbewertung in Moodle aus unterschiedlichen Perspektiven" halten. Das gesamte Programm kann man hier einsehen. Im Laufe der nächsten Tage werden auch die Abstracts der einzelnen Programmpunkte mit dem Programm-pdf verlinkt sein, so dass man sich einen noch besseren Eindruck von der Qualität des Programms machen kann.

Ich freue mich auf die Heimspiel-Konferenz, weil Sie mir Gelegenheit gibt, mich mit anderen moodle Nutzern auszutauschen und Neues zu lernen. Vielleicht sehen wir uns ja?

Freitag, 9. Juli 2010

Einfach mal die Klappe halten...

shut upby Samchio on flickr


Vor kurzem ist mir der Artikel "Six Ways to Discourage Learning" der  American Astronomical Society auf den virtuellen Schreibtisch geflattert. Interessant finde ich, dass diese Gesellschaft sich mit Unterricht beschäftigt. Interessanter finde ich jedoch, dass dieser Artikel einige typische Lehrerverhalten (und ich nehme mich da überhaupt nicht aus!) beschreibt, die Lernen bremsen, unter anderem:




  • zu kurze Wartezeiten auf Antworten von SuS (eigenständiges Denken und originelle Antworten brauchen Zeit)

  • zu schnelles positives Feedback (wenn die erste Antwort schon mit "Richtig. Gut" kommentiert wird, hören die anderen Sus auf zu denken)

  • Beantworten der eigenen Frage, manchmal durch weitere Pseudofragen ("Was passiert, wenn wir die Summen der einzelnen Reihen hinzufügen? Verzerrt das unsere Ergebnisse?" Natürlich würde die Sus da nur noch "Ja" antworten.)

  • Unspezifische Feedbackfragen ("Hat jemand Fragen? vs "Gibt es andere Situationen, in denen dieses Prinzip gilt?")


Insbesondere der zu kurzen Beantwortungszeit und des zu schnellen Feedbacks führte ich mich hier überführt. Es ist also auch hier ganz gut, einfach mal die Klappe zu halten und zu warten, was noch so kommt. Aber das kann man ja üben, 21, 22, 23, ...

Dienstag, 29. Juni 2010

Ken Robinson: "Wie Schule Kreativität killt"

Lange Zeit waren keine deutschen Untertitel für diesen Klassiker aller TED talks verfügbar. Jetzt gibt es sie und nun sollte sich wirklich keiner diese unterhaltsame Präsentation mit vielen Denkanstößen entgehen lassen. Eine gelungene Analyse über die Wirkung und wahren Ziele der meisten Bildungssysteme...

Für deutsche Untertitel bitte auf "View subtitles" klicken und dann, nach Klick auf den kleinen Pfeil, "German" auswählen...



Mittwoch, 23. Juni 2010

Interview in dis.kurs "Teams sind Trumpf - auch beim Lernen im Netz"

In der aktuellen Ausgabe von dis.kurs (das Magazin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes) ist ein Interview mit mir erschienen, in dem ich knapp die Möglichkeiten des sozialen/kooperativen Lernens mit moodle und im Web 2.0 skizziere. Den Artikel finden Sie unten eingebettet. Ich hoffe er ist lesbar. Eine Rückmeldung habe ich nämlich schon bekommen: "Wenn ich Wörter wie Web 2.0 und Slidecast sehe, höre ich auf zu lesen". Ich hoffe, Sie kommen über die erste Seite hinaus ;-)
Interview Mit Stephan Rinke: Teams sind Trumpf – auch beim Lernen im Netz

Freitag, 18. Juni 2010

Ein Schulabschluss dank Europa...

In der neuen Ausgabe des Learning Teacher Magazine beschreiben meine Kollegin Heike Hurlin und ich den durch EU-Mittel geförderten Lehrgang zur Erreichung der Fachoberschulreife im Fachbereich Schulische Weiterbildung der Volkshochschule Essen.

Dieser Lehrgang, wie auch die anderen Lehrgänge der schulischen Weiterbildung der VHS, zeichnet sich aus durch das besondere Bemühen um den Einsatz kooperativer Lehrmethoden, sowohl im Klassenraum als auch online mit Hilfe der Lernplattform moodle. moodle wird in der schulischen Weiterbildung seit 2006 an der VHS Essen eingesetzt, um den Präsenzunterricht online zu unterstützen und den Informationsfluss zwischen Teilnehmenden, Lehrpersonal und der Fachbereichsleiterin zu optimieren.

Weiteres Merkmal ist die Förderung persönlicher und sozialer Kompetenzen durch speziell entwickelte Workshops und Lehrgänge (z.B. Theaterworkshops, Kreatives Schreiben). Darüberhinaus werden unter Anderem durch Praktika Vernetzungen mit der Wirtschaft geschaffen, um einen späteren Ausbildungsplatz zu sichern.

Es ist schön, dass diese Arbeit vom Europäischen Sozialfonds als förderungswürdig anerkannt wird. Schöner wäre es jedoch, wenn auch in Zeiten knapper kommunaler Kassen, solche gesellschaftspolitisch höchst wichtigen Maßnahmen eine Regelfinanzierung hätten. Denn das Geld aus Europa ist unsicher und muss für jede Maßnahme neu beantragt werden. Für kontinuierliche pädagogische Arbeit auf hohem Niveau ist das nicht förderlich.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Unterricht 1.0 mit moodle 2.0?

Durch Zufall bin ich auf das Projekt FICTUP gestoßen, welches zum Ziel hat, den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der pädagogischen Praxis zu fördern. Viele der vorgestellten Projekte finde ich bemerkenswert und interessant.

Besonders hat mich natürlich der Beitrag über moodle aus Italien interessiert. Schade finde ich, dass der pädagogische Einsatz von moodle hier reinen Frontalunterricht online abzubilden scheint  (wenn die Videos die tatsächliche moodle-Praxis zeigen). Besonders hervorgehoben werden vom Lehrer die Möglichkeiten von online Tests und die Möglichkeit, über die Berichtsfunktion von moodle die Arbeit der Schülerinnen und Schüler mit moodle zu kontrollieren (sogar bis in die IP-Adresse hinein, um festzustellen wer mit wem zusammen arbeitet).

Leider wird mit keinem Wort erwähnt, wie wunderbar moodle sich eignet für Gruppenarbeiten, kollaboratives Schreiben, das gemeinsame Zusammentragen von Resourcen, die gemeinsame Arbeit an Lernprodukten, etc.

Mir wird immer klarer, dass neben der kontinuierlichen technischen Weiterentwicklung von moodle (moodle 2.0 kommt immer näher) es immer notwendiger wird auch den pädagogischen Einsatz von moodle mit genauso viel Elan durch moodle HQ und die moodle Partner stetig zu begleiten, wenn man mit moodle tatsächlich Bildung verändern will. Erste Schritte in diese Richtung hat Tomaz Lasic vom moodle HQ mit Hilfe der Community mit dem Demokurs "Water!" und dem Kurs "Teaching und Learning" schon angestoßen. Auch auf deutsch gibt es schon ein paar Demos...

Sonntag, 13. Juni 2010

Warum ein Ginko-Blatt als Logo?

Ginko BlattGinko-Bäume sind bekannt für ihre Fähigkeit auch in widrigen Umweltbedingungen zu überleben. Sie können gedeihen in den verschiedensten Regionen und sind sehr unempfindlich gegenüber Schadstoffen und resistent gegen die meisten Schädlinge (siehe auchWikipedia.org) Ein Ginko-Baum ist somit eine sehr gute Metapher für ein Ergebnis gelunger (Schul-, Aus,- und Weiter-)bildung, die es Menschen ermöglicht, die unterschiedlichsten Herausforderungen zu meistern und sie gegen "Schädlinge" resistent macht.

Darüber hinaus wird Ginko-Extrakt zur Steigerung der Hirnleistung eingesetzt und das zweigeteilte Blatt erinnert an die beiden Hirnhemisphären, die durch ihr Zusammenspiel effektives Lernen ermöglichen.

Sonntag, 30. Mai 2010

"Erst denken, dann reden"

Ich bin an der Volkshochschule Essen Fachbereichsleiter für Sprachen und obwohl ich in den letzen Jahren eine deutliche Verbesserung der Sprachlehrwerke im Hinblick auf Kooperation, Gruppenarbeit und das Entwickeln von Lernstrategien bemerke, lassen viele Lehrwerke (insbesondere für seltener unterrichtete Sprachen) hier noch einiges zu Wünschen übrig. Eine einfache Möglichkeit, traditionelle Aufgabenstellungen zu "pimpen", um Kooperation und Reflektion in die Aktivität zu bringen ist "Think-Pair-Share". Das bedeutet eigentlich nichts anderes, als Lernende erst denken und danach reden zu lassen. Denn, wie N. Green sagt:
Research has shown that allowing students "wait time" for silent thinking after questions are posed, leads students to give more elaborate answers, use more logical arguments to support inferences and give more speculative responses. It also encourages increased discussion and participation as well as leading to improved achievement.

Das Verfahren ist einfach:
Anstatt die vorgesehene Aufgabe im Lehrbuch direkt in Partnerarbeit bearbeiten zu lassen, fügt man einen wichtigen Schritt hinzu. Zunächst soll die Aufgabe von jedem einzeln bearbeitet werden (Phase "Think"). Im nächsten Schritt (Phase "Pair"), finden sich die Lernenden zu Paaren zusammen (öfter mal mischen, damit sich nicht immer die gleichen Denkmuster und Lernniveaus in den Paaren finden).  Nun sollen sich die Paare zur Aufgabenstellung austauschen, die Antworten reflektieren und, falls die Aufgabenstellung geschlossen ist (also es nur entweder richtige oder falsche Antworten gibt), sich auf eine einzige Lösung pro Paar einigen (Phase "Share"). In diesem Einigungsprozess müssen sich also die Teammitglieder bei abweichenden Antworten gegenseitig von der richtigen Lösung überzeugen. Hier findet dann ein deutlich höherer Grad an Reflektion und Vertiefung statt, als das in der Regel die ursprüngliche Aufgabe hergegeben hätte.


Meine Erfahrung zeigt, dass so vielfach gute Diskussionen über den Lernstoff entstehen und ich als Lehrender entlastet werde, da Teilnehmende sich gegenseitig unterstützen, vor Fehlern bewahren und den Lernstoff noch einmal gegenseitig erklären.


Link:
Norm Green: "Listen Think Pair Share Problem Solving": http://www.learn-line.nrw.de/angebote/greenline/lernen/downloads/listen_think_pair.pdf

Donnerstag, 27. Mai 2010

Schaubild: moodle Tool Guide

Joyce Seitzinger hat in ihrem Blog "Cat's Pyjamas" ein wunderbares Schaubild über den Einsatz der moodle Module veröffenntlicht, strukturiert nach den möglichen Einsatzgebieten "Wissenstransfer", "Wissenstest", "Kommunikation und Interaktion", "Kollaboration" und kategorisiert in die Lernzieltaxonomie nach Bloom.  Eine gute Übersicht, wie ich finde:

http://www.cats-pyjamas.net/2010/05/moodle-tool-guide-for-teachers/

Freitag, 21. Mai 2010

Google Docs

Vor einiger Zeit habe ich in meinem damaligen Blogversuch ein Video veröffentlicht, das den Nutzen von Google Docs im Fremdsprachenunterricht zeigt:



Google Docs eignet sich also hervorragend für kollaborative Schreibaktivitäten im Unterricht. Seit damals hat sich noch einiges getan bei Google Docs.So ist z.B. der Editor runderneuert worden und man kann Dokumente über einen Link zur Bearbeitung freigeben (auch für Nutzer ohne Google-Konto). Gerade die letze Funktion macht den Einsatz im Unterricht (insbesondere mit Schülern) interessant, da die Notwendigkeit, für alle Schüler ein Google-Konto zu haben, weggefallen ist. Erste Erfahrungen mit dem Einsatz von Google Docs im Deutsch- und Chemieunterricht hat Maik Riecken hier schon beschrieben. Weiterhin gelten natürlich auch alle in meinem Video gezeigten Vorzüge für einen Einsatz. Also, probieren Sie's doch auch mal aus!

Mittwoch, 19. Mai 2010

Sprachen und Beruf 2010

Auch wenn der Rest der edumorph Website noch nicht steht (die Zeit ist knapp und ich bin weiß Gott kein Webdesigner), möchte ich doch schon mal langsam mit dem bloggen anfangen.

[caption id="" align="aligncenter" width="478" caption="Bildquelle: http://www.sprachen-beruf.com"][/caption]

Vom 3.-5. Mai fand im Lindner Konferenzhotel in Düsseldorf die diesjährige Sprachen und Beruf Konferenz statt. Michael Tighe und ich haben dort einen Pre-Conference Workshop mit dem Titel "Business English Today: Tech Tools, Tipps and Tricks" geleitet. Ziel war es, Business English Trainern zu zeigen, wie viele einfache Web 2.0 Anwendungen es gibt, die einen kollaborativen Englischunterricht unterstützen können. Vorgestellt und reflektiert wurden unter anderem kollaboratives Mindmapping (z.B. Mindmeister), Wallwisher als online Pinnwand für Feedbackabfragen und Informationsaustausch (z.B. ein Kennenlernspiel), kollaboratives Vokabeltraining mit Cobocards, kollaboratives Schreiben mit Wikis, piratepad, Google text und Tabellen & Co, sowie erweiterte Suchfunktionen für das Auffinden von legal wiederverwendbaren Bildern. Zwischendurch gab es immer mal wieder  Tricks aus der Trickkiste des Kooperativen Lernens (z.B. Aufgaben aus dem Lehrbuch mit Think-Pair-Share aufwerten). Unser Launchpad für die Teilnehmeraktivitäten finden Sie hier...

Während der Konferenz waren für mich, wie so oft, die vielen kleinen Gespräche während des Speakers Dinner (besonders mit Henny Rönneper vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Hogan (LTC), Benjamin Joseph (Trainig Express) und Duane Sider von Rosetta Stone), der Kaffepausen und über Mittag ein besonderes Highlight. Zwei der vielen interessantenVorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops möchte ich jedoch auch in diesem kurzen Bericht erwähnen.

Ewan Frendo stellte sein neues Lehrwerk "Working in Asia"vor. Zum einen war der Vortrag interessant und kurzweilig, auch durch den geschickten Einsatz von Prezi, was eine willkommene Reanimation nach dem Death by Powerpoint war. Weitaus wichtiger ist für mich aber das Konzept des Lehrwerks. Working in Asia lehrt Englisch als Lingua Franca für Deutsche, die im asiatischen Raum Englisch beruflich einstezen wollen (oder müssen?). Es gibt viele interkulturelle Tipps und Wissenvermittlung, z.B, durch Übungen wie "Wie kann ich ohne meine Gastgeber zu beleidigen, eine Einladung zum Hunderestaurant ablehnen?". Darüberhinaus sind für die Hörverständnisübungen durchweg Aufnahmen von deutschen oder asiatischen Muttersprachlern verwendet worden, um das Ohr schon einmal an die andere Aussprache zu gewöhnen.

Der andere Workshop, der für mich besonders inspirierend war, war David Trickeys Session "Intercultural Management", in der er auf unglaublich anschauliche Weise zeigte, wie unterschiedlich Low Context und High Context Kulturen funktionieren und was das für Konsequenzen für erfolgreiches Interkulturelles Projektmanagement bedeutet. Seine Email-Aktivität wird wohl schon von manch einem der anwesenden Trainer erfolgreich ins eigene Trainingskonzept übernommen worden sein.

Intercultural Management

Freitag, 2. April 2010

Willkommen!

Hallo!

Schön, dass Sie hierher gefunden haben. Hier werden demnächst Neuigkeiten rund um edumorph gepostet. Dazu wird es nützliche Tipps und Tools rund um Bildung und Lernen im Web 2.0 geben.
edu: kurz für education, was im Englischen "(Schul-, Aus, Fort-, Weiter-)Bildung" bedeutet
morph: aus dem Englischen für "verändern"

edumorph möchte einen kleinen Beitrag dazu leisten, Bildung zu verändern und durch Bildung zu verändern...

Übrigens, was es mit dem Ginkoblatt auf sich hat, erfahren Sie auch bald hier...

Mit besten Grüßen,

Stephan Rinke