Mittwoch, 19. Mai 2010

Sprachen und Beruf 2010

Auch wenn der Rest der edumorph Website noch nicht steht (die Zeit ist knapp und ich bin weiß Gott kein Webdesigner), möchte ich doch schon mal langsam mit dem bloggen anfangen.

[caption id="" align="aligncenter" width="478" caption="Bildquelle: http://www.sprachen-beruf.com"][/caption]

Vom 3.-5. Mai fand im Lindner Konferenzhotel in Düsseldorf die diesjährige Sprachen und Beruf Konferenz statt. Michael Tighe und ich haben dort einen Pre-Conference Workshop mit dem Titel "Business English Today: Tech Tools, Tipps and Tricks" geleitet. Ziel war es, Business English Trainern zu zeigen, wie viele einfache Web 2.0 Anwendungen es gibt, die einen kollaborativen Englischunterricht unterstützen können. Vorgestellt und reflektiert wurden unter anderem kollaboratives Mindmapping (z.B. Mindmeister), Wallwisher als online Pinnwand für Feedbackabfragen und Informationsaustausch (z.B. ein Kennenlernspiel), kollaboratives Vokabeltraining mit Cobocards, kollaboratives Schreiben mit Wikis, piratepad, Google text und Tabellen & Co, sowie erweiterte Suchfunktionen für das Auffinden von legal wiederverwendbaren Bildern. Zwischendurch gab es immer mal wieder  Tricks aus der Trickkiste des Kooperativen Lernens (z.B. Aufgaben aus dem Lehrbuch mit Think-Pair-Share aufwerten). Unser Launchpad für die Teilnehmeraktivitäten finden Sie hier...

Während der Konferenz waren für mich, wie so oft, die vielen kleinen Gespräche während des Speakers Dinner (besonders mit Henny Rönneper vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Hogan (LTC), Benjamin Joseph (Trainig Express) und Duane Sider von Rosetta Stone), der Kaffepausen und über Mittag ein besonderes Highlight. Zwei der vielen interessantenVorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops möchte ich jedoch auch in diesem kurzen Bericht erwähnen.

Ewan Frendo stellte sein neues Lehrwerk "Working in Asia"vor. Zum einen war der Vortrag interessant und kurzweilig, auch durch den geschickten Einsatz von Prezi, was eine willkommene Reanimation nach dem Death by Powerpoint war. Weitaus wichtiger ist für mich aber das Konzept des Lehrwerks. Working in Asia lehrt Englisch als Lingua Franca für Deutsche, die im asiatischen Raum Englisch beruflich einstezen wollen (oder müssen?). Es gibt viele interkulturelle Tipps und Wissenvermittlung, z.B, durch Übungen wie "Wie kann ich ohne meine Gastgeber zu beleidigen, eine Einladung zum Hunderestaurant ablehnen?". Darüberhinaus sind für die Hörverständnisübungen durchweg Aufnahmen von deutschen oder asiatischen Muttersprachlern verwendet worden, um das Ohr schon einmal an die andere Aussprache zu gewöhnen.

Der andere Workshop, der für mich besonders inspirierend war, war David Trickeys Session "Intercultural Management", in der er auf unglaublich anschauliche Weise zeigte, wie unterschiedlich Low Context und High Context Kulturen funktionieren und was das für Konsequenzen für erfolgreiches Interkulturelles Projektmanagement bedeutet. Seine Email-Aktivität wird wohl schon von manch einem der anwesenden Trainer erfolgreich ins eigene Trainingskonzept übernommen worden sein.

Intercultural Management

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen