Freitag, 24. Dezember 2010

Weihnachtsgrüße

Mit einer multimedialen Nachricht wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2011!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Im Internet gefunden... 12/21/2010

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

Lernende von heute...

Das Video ist zwar schon ein bisschen älter (2007) und hat eine US-Amerikanische Perspektive, aber der Zeitabstand  macht den Inhalt eher relevanter. Jeder, der Heranwachsende unterrichtet sollte sich dieser Fakten bewusst sein, um ein bisschen besser zu verstehen, wie die so "ticken".

Sonntag, 19. Dezember 2010

Die Hälfte der Übung macht den Meister!

Wondrously Organized
Foto von Pesky Library
Laut einem Beitrag in Wired hat eine Forschergruppe der Northwestern University, USA bei der Erforschung von Übungseffekten eine Entdeckung gemacht, die bestätigen mag, was ich meinen DeutschschülerInnen während meiner Zeit in England immer empfohlen habe. Ich war mir sicher, dass Vokabeln besser behalten werden, wenn sie zunächst gepaukt (am besten mit der schnellen Leitner-Methode) und danach passiv weiter"gelernt" würden. Hierzu habe ich den SchülerInnen empfohlen, die Vokabeln auf Kassette aufzunehmen (Audacity und MP3 waren damals noch ein ferner Traum)  und im Hintergrund bei der Erledigung anderer Arbeiten (z.B. Spülmaschine ein- und ausräumen) abzuspielen. Wie so eine Tonaufnahme sich anhören kann, kann man hier hören...

Im Experiment der Forschgruppe wurde allen TeilnehmerInnen eine schwierige Aufgabe zur Unterscheidung von Lauten gegeben. Danach übten und übten die TeilnehmerInnen (360 Versuche pro Tag für mindestens 6 Tage). Im Anschluss wurde die Experimentgruppe in drei Untergruppen aufgeteilt: Eine Gruppe übte eine völlig andere Aufgabe ein, die zweite übte zunächst die Originalaufgabe und wurde dann passiv für die Aufgabenerledigung sinnvollen Reizen ausgesetzt, während die dritte Gruppe die Originalaufgabe während der ganzen Zeit weiterübte. Das erstaunliche Ergebnis: die zweite Gruppe hatte (fast) den gleichen Trainingseffekt wie die dritte Gruppe, währen die erste Gruppe erwartungsgemäß deutlich schlechter abschnitt. Andrew Sabin einer der Co-Autoren der Studie fasste das Ergebnis so zusammen:
"Man kann mit der Hälfte der Arbeit den gleichen Effekt erzielen"

Also, erst Vokabeln büffeln (z.B. mit Cobocards), dann mit Audacity eine schöne Vokabeltraining-MP3 basteln und die dann nebenher hören. Das sollte laut dieser Studie klappen! Ich denke, dass ja schon allein das Erstellen der MP3 für einen weiteren Trainingseffekt sorgt ;-)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Mindmeister

Heute habe ich eine nette Mail bekommen (Danke, Patrizia!), in der mir für ein Video zu Mindmeister gedankt wurde, dass ich vor über drei Jahren erstellt habe.

Anscheinend ist es noch immer relevant. Mittlerweile hat Mindmeister auch eine vollständig deutsche Bedienerführung. Ich persönlich finde es noch immer das komfortabelste online Mindmapping Programm. Grund genug, das Video hier noch mal zu posten:



Hier geht's zu Mindmeister und eine Einführung zu Mindmapping findet man auf Wikipedia...

Übrigens, ich habe auch mal eine Mindmap zum Kooperativen Lernen erstellt, als Vorbereitung für eine Lehrer-Fortbildung...

Montag, 13. Dezember 2010

moodlemoot in Elmshorn



Im nächsten Jahr findet die deutsche moodlemoot in der Zeit vom 12.-15. April (12./13. April Pre-Conference Workshops) in Elmshorn statt. Auch edumorph hat Beiträge eingereicht.

Zusammen mit Michael Tighe (virtual-teamwork.com) habe ich einen "Teams sind Trumpf" Pre-Conference Workshop und einen Vortrag eingereicht.

Im Pre-Conference Workshop wollen wir gemeinsam mit den Teilnehmenden überlegen, wie man die Grundvoraussetzungen für kooperatives Lernen in einem moodle Kursraum schafft, bevor wir uns in Teams daran machen, auch komplexere kooperative Lernszenarien mit moodle umzusetzen. Dabei werden wir vieles lernen zu den Lernaktivitäten Forum, Wiki, Datenbank und Workshop. Außerdem werden wir die Gruppen- und Gruppierungsfunktion erarbeiten, die für den Einsatz komplexerer kooperativer Methoden hilfreich ist.

Für diejenigen, die nicht am Workshop teilnehmen können, haben wir uns als kleines Trostpflaster eine Vortrag mit unseren 5 Top Tips für den Einsatz von moodle für kooperatives Lernen überlegt.

Zusammen mit Alex Büchner von Synergy Learning (offizieller Moodle Partner) will ich in unserem Vortrag "moodle mobil nutzen" die auf dem Handy und Tablet zur Verfügung stehenden Optionen zur Nutzung von moodle vorstellen und Vor- und Nachteile der einzelnen Lösungen diskutieren.

Folienvorleser...

Ich bin eigentlich ein echt netter Typ
und hab (fast) alle Menschen lieb.
Aber von Wesen,
die mir Ihre Folien vorlesen,
wünscht ich, dass ihre Anwesenheit unterblieb!

Ich weiß, der Limerick oben ist weder künstlerisch wertvoll noch besonders witzig, aber er drückt aus, was in mir passiert, wenn ich einem Vortrag eines Folienvorlesers ausgesetzt bin. Während so eines Vortrags ist der Limerick nämlich entstanden.

Ich kann es nicht mehr ertragen, wenn Redner mir ihre Folien vorlesen. Ich empfinde das als vorsätzliche Körperverletzung, da so ein Vortrag es mir unmöglich macht, mich von den (bei meiner Länge zwangsläufig) zu kleinen Sitzmöbeln abzulenken, auf denen ich Platz nehmen muss. Außerdem wollte ich ja vom Redner etwas lernen!

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie hochgebildete Dozenten, Doktoren und Professoren (darunter auch Menschen, die es aufrund ihres Spezialgebiets wissen müssten)  denken können, sie könnten schneller reden, als ich lesen.
Im Durchschnitt spricht ein Mensch mit einer Geschwindigkeit von 120 bis 180 Wörtern pro Minute (http://goo.gl/sRjon). Ich kann ohne mich besonders anstrengen zu müssen aber mit einer Geschwindigkeit von 290 bis 310 Wörtern pro Minute lesen (http://www.spreeder.com/).

Das muss doch zu innerer Unruhe, Ungeduld und Frust bei Zuhörenden führen, wenn der Redner (der Experte) mit den Zuhörern (den Laien) nicht mithalten kann. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass längere Texte nur in ein Handout gehören und/oder dass man evtl. mal eine Lesepause zur Verfügung stellen sollte. Am besten finde ich es aber, wenn längere Text mit eigenen Worten zusammengefasst und nur Schlüsselkonzepte auf Folien (möglichst textfrei) visualisiert werden.

Wer das auf unterhaltsame Art lernen möchte, sollte sich folgende Bücher auf den Wunschzettel schreiben (keine Angst, auch Folienvorleser werden vom Christkind bedacht!):

ZEN oder die Kunst der Präsentation
Auf der Serviette erklärt
Was bleibt (bitte nicht vom Wort Werbung im Untertitel abschrecken lassen. Es ist kein Marketingbuch!)


Achtung: Ich kann selber nur für die englischen Originalfassungen bürgen. Die Übersetzungen habe ich nicht gelesen...