Sonntag, 31. Juli 2011

Im Internet gefunden... (weekly)

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Sonntag, 24. Juli 2011

Im Internet gefunden... (weekly)

Sonntag, 17. Juli 2011

Fortbildung "Web 2.0 für FremdsprachenlehrerInnen" - eine Nachlese

Mindmap

In diesem Artikel möchte ich Dinge nachreichen, die ich meinen TeilnehmerInnen versprochen habe und auf Resourcen hinweisen, die ich im Workshop nicht erwähnt habe, sei es aus Vergesslichkeit oder Zeitmangel.

Für alle, die bereit sind, sich ein wenig Englisch anzutun, empfehle ich das Video "The Machine is Us/ing us" von M. Wesch, Assistant Professor of Cultural Anthropology
an der Kansas State University, der mit diesem Video eine Kultressource über das Web 2.0 geschaffen hat (Es lohnt sich unbekannte Begriffe einmal in der Wikipedia nachzuschlagen ;-))

Einige Leute haben mich gefragt, warum man sich das alles antun sollte. Darauf habe ich eine Antwort, die ich auch mit einem Video untermauern möchte:
"Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!" (Quelle nicht mehr nachvollziehbar)

In meinen Augen ist die Beschäftigung mit neuer Lern-Lehrkultur und "neuen" Medien ein ganz normaler Teil der kontinuierlichen professionellen Weiterentwicklung, genauso wie das der Umgang mit OHPs und Moderatorenkoffer war. Wer wissen will, warum die Beschäftigung mit diesen Phänomenen unabdingbar ist, sollte sich das Video "A Vision of Students Today" ansehen (auch von Wesch). Die im Video gezeigten Lerner werden irgendwann bei uns auflaufen, oder eben nicht, wenn wir ihren Bedürfnissen nicht gerecht werden können.

Alle im Workshop vorgestellten online Dienste sind Werkzeuge "meines" digitalen Schweizer Messers. Jeder dieser Dienste hat in meinen Augen gut nachvollziehbare Hilfen. Wer bereit ist, in der Gewissheit nichts kaputt machen zu können, mit Ruhe, Muße und einem offenen Auge diese Dienste auszuprobieren, wird mit einem erweiterten Repertoire an Unterrichtsaktivitäten belohnt werden!

Zum Abschluss haben wir gemeinsam in Kleingruppen diskutiert, wie die erarbeiteten Webdienste für Unterricht und professionelle Weiterentwicklung für FremdsprachenlehrerInnen nützlich sein können. Die Ergebnisse der Diskussion sind schon teilweise in einer Mindmap zusammengetragen worden. Aus Zeitmangel sind aber bestimmt noch nicht alle Ideen dort eingetragen. Wer die Mindmap noch ergänzen möchte ist herzlich dazu eingeladen. Hierzu ist nur ein Mindmeister-Konto nötig...

 

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Mittwoch, 13. Juli 2011

The Networked HPM - reloaded

Nur ein kleiner Zwischenbericht darüber, was seit Veröffentlichung des Artikels The Networked HPM passiert ist...

  • Es gibt jetzt eine nicht-öffentliche Facebook-Gruppe "VHS HPMs". Wer dort beitreten möchte, kann gerne mit mir Kontakt aufnehmen (Beitrittt ist nur mit einem Facebook-Konto möglich)

  • Einige HPMs haben sich ein Twitter-Konto angelegt und wollen sich auch damit professionell vernetzen.

  • Einige HPMs haben mir erzählt, dass sie einige der Dienste meines Schweizer Messers zurzeit ausprobieren


Also, es geht voran. Seid ihr dabei?

Mittwoch, 6. Juli 2011

The Networked HPM

Es steht zwar auch hier, aber für diesen Artikel ist es besonders wichtig: ;-)
Die hier geäußerten Meinungen und Einschätzungen sind meine eigenen und nicht zwangsläufig die meines Arbeitgebers bzw. der VHS Essen!

Vernetzen analog...


Gestern habe ich auf der Landesfachkonferenz Sprachen des Landesverbandes der Volkshochschulen in NRW einen Workshop gehalten zum Thema "Konstruktivistisches Lernen mit online Medien in der Praxis". Es war sozusagen die Erweiterungder Ausführungen in Karsten Kneeses Keynote am Morgen um die praktischen Umsetzungen.

Vielleicht sollte ich noch für alle nicht VHSler erklären, was ein HPM ist. HPM steht für Hauptamtlicher Pädagogischer Mitarbeiter. Das sind die Menschen an Volkshochschulen, die Programmbereiche leiten und dort Kurse organisieren, Kursleitende auswählen, schulen und begleiten, Teilnehmende beraten, usw. Bei rund 135 VHSen im Land NRW ist das schon eine große Anzahl Menschen, die sich mit dem Thema Weiterbildung innerhalb von Volkshochschulen professionell beschäftigen!

So, jetzt aber zurück zum Thema Lernen mit online Medien ;-)

Ich habe in meinem Workshop in ganz knapper Form die Bildungstheorie des Konnektivismus nach Downes und Siemens vorgestellt und anschließend anhand von Beispielen erläutert, wie diese Theorie Lernenbeschreibt. Wer mehr über Konnektivismus erfahren will, findet hier Lesematerial... Die Beispiele waren konkrete (meist reale) Szenarien, die die Anwendung meines Schweizer Messers für's Web 2.0 zeigten. Ich habe gezeigt,

  • wie Twitter als erweitertes Kollegium wohlwollender, sachkundiger Menschen eine Quelle für Hilfe und Rat sein kann.

  • wie Facebook zum gleichen Zweck verwendet werden kann

  • wie kollaboratives Arbeiten (und damit Lernen) mit Etherpad, Google Text und Tabellen und Mindmeister möglich ist (und wie diese Technologien ananlogen Verfahren überlegen sind).

  • wie ich mir über RSS-Feeds aus Blogs, Social Bookmarks (z.B. Diigo) und Google-Alerts für mich relevante Informationen beschaffe.


Zum Abschluss habe ich noch kurz Google+ gezeigt und angedeutet, dass dieser Dienst rein funktionell betrachtet das Potential hat Twitter und Facebook abzulösen.

Die Reaktionen aus der Teilnehmerschaft waren geteilt. Zum einen war Begeisterung über die technischen Möglichkeiten und Chancen der Vernetzung zu spüren. Es wurden aber auch Ängste zum Datenschutz, Gefühle des Überfordertseins ob der Informationsflut und die Meinung, dass diese Informationsflut dazu führt, dass sich niemand mehr bedeutungsvoll und gründlich mit diesen Informationen auseinandersetzt, formuliert. Auch die Kritik, dass die "digitalen" Beziehungen in sozialen Netzwerken oberflächig und bedeutungslos seien, wurde geäußert.

Die Ängste zum Datenschutz kann ich nicht nehmen, außer den Tipp zu geben, nichts zu veröffentlichen, was ich nicht auch auf großer Plakatwand vor dem Küchenfenster meiner Mutter veröffentlichen könnte. Ob und wie Dienste wie Google, Facebook und Co. die Ihnen von uns zur Verfügung gestellten Daten miteinander verknüpfen und auswerten, um damit unheere Ziele zu verfolgen, kann ich hier nicht erschöpfend darlegen. Und ich gebe zu, dass mich auch manchmal ein komisches Gefühl überkommt. Für mich habe ich aber die Entscheidung getroffen, dass es mehr Vorteile als Nachteile gibt. Diese Entscheidung muss aber jeder selber treffen (am Besten natürlich so informiert wie möglich)!

Ich habe trotz dieser Bedenken aber die Vision, dass über kurz oder lang, HPMs sich auch digital vernetzen werden, sei es über Twitter, Facebook, beidem, oder dem nächsten sozialen Netzwerk,dass die Bedürfnisse des Informationsaustauschs erfüllen kann. Allein die Anzahl an HPMs in Deutschland, die sich mit den gleichen Problemen, Thematiken und Inhalten beschäftigen, legt eine Vernetzung nahe. Einen Grund möchte ich hier ansprechen:

Wie immer auf Konferenzen war das wirklich interessante bei der Landesfachkonferenz, der in den Pausen und bei der Abendveranstaltung stattfindende Erfahrungsaustausch über

  • Dinge, die gut laufen (so dass ich das auch mal ausprobieren kann)

  • Probleme, die gelöst wurden (wenn dieses Problem bei mir auftritt, habe ich schon eine Lösungsstrategie, auf die ich zurückgreifen kann)

  • Probleme, die nicht gelöst wurden (ich fühle mich nicht mehr allein).


Die online Vernetzung hat die Chance, diese informellen aber wichtigen Dialoge auch außerhalb von Konferenzen in einem noch größeren Kreis weiterzuführen. Man bedenke einfach nur das gebündelte Fachwissen in den einzelnen Köpfen dieser HPM! Vielleicht würde dann folgendes passieren:
Tweet: "Gerade wurde bei uns der innovative Kurs XYZ erfolgreich beendet. Die Teilnehmer waren begeistert. Mehr Infos hier... (Link zum Kursangebot) und bei mir"

Facebook-Beitrag an die Gruppe HPMs:
"Ich habe folgendes Problem mit der Verwaltungssoftware ....
Weiße jemand, wie ich .... kann? Ich würde mich über Lösungsvorschläge in den Kommentaren freuen. Dank im Voraus!"

Blogartikel, der Inhalte einer Tagung zusammenfasst, reflektiert und weiterführende Links gibt.

Wer möchte mit mir den Anfang wagen und richtet sich einen Twitter-Account ein? Ich bin @stephanrinke auf Twitter und ich schlage den Hashtag #vhshpm für alle Tweets mit VHS Inhalten vor. Danach sehen wir weiter und entwickeln uns Schritt für Schritt zu den vernetzten (voneinander-)Lernern, die in den nächsten Jahren in unseren Institutionen lernen sollen. Denn, wenn wir die zukünftigen Kunden unserer VHSen nicht verstehen, können wir auch keine bedarfsgerechten Weiterbildungsangebote planen.

Wie denkt ihr darüber? Über Kommentare freue ich mich!

Sonntag, 3. Juli 2011

Im Internet gefunden... (weekly)

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Freitag, 1. Juli 2011

Google+



So, jetzt habe ich auch einmal einen ersten Blick auf Google+, Googles Antwort auf Facebook, werfen können. Fazit:
Es sieht sehr vielversprechend aus. Vieles wirkt entsprechend der Google Philosophie einfacher und klarer im Design.

Viele Funktionen sind leichter zu finden und nicht so versteckt wie auf Facebook. So z.B. das Pendant zu Facebooks Listen, auf Google+ Circles genannt. Diese Freundeskreise werden einfach per Drag&Drop erstellt. Anschließend kann man dann für jede Statusmeldung entscheiden, welcher dieser Circles die lesen können soll. Das klappt auch problemlos mit der Android App. Diese Funktion lässt die Facebook App stark vermissen. Google+ macht es mir also leichter, bestimmte Inhalte nur mit bestimmten Leuten zu teilen. Das benötige ich zum Beispiel auch für die grobe Filterung aller meiner deutschen Statusbeiträge, so dass meine nicht-deutschsprechenden Kontakte ihre Timeline nicht mit Beiträgen zugepackt bekommen, die sie nicht verstehen. Aber natürlich habe auch ich Dinge, die ich meinen Kumpels aber nicht meinen Eltern und bestimmt nicht meinen Kollegen online mitteile ;-) Dafür wurden die Circles eigentlich  eingerichtet, sagt Google.

Eine weitere Funktion von Google+ nennt sich Sparks. Diese Inhalte serviert Google mir, nachdem ich vorher Interessen angegeben habe (funktioniert so ähnlich wie Google Alerts). Das klappt bei mir für moodle und eLearning gut, für Kooperatives Lernen nicht.

Interessant finde ich die sogennannten Hangouts. Hangouts sind spontan einrichtbare Gruppen-Videochats. Diese Idee finde ich toll. So kann ich vielleicht in Zukunft mit meinen Freunden aus aller Welt virtuell zusammensitzen und ein Bierchen trinken. Google scheint verstanden zu haben, wofür soziale Netzwerke eigentlich besonders nützlich sind: das Kontakthalten auch auf geografische Distanz. Als ich 1997 nach England zog (vor der Verbreitung von privaten Internetanschlüssen und Email), habe ich ca 90% meines Freundeskreis im Laufe der acht Jahre England verloren.  Für mich bedeutet Facebook, dass ich trotz meines Wegzugs aus England mit vielen Leuten Kontakt halte und weiß, was in ihrem Leben gerade so los ist. Nun können Menschen, die wegziehen sogar mit einem ganzen Freundeskreis per Videochat spontan "klönen".

Wie zu erwarten war, hat Google viele seiner Dienste in Google+ integriert (die Hangouts werden letzendlich mit GoogleTalk realisiert). So kann ich meine Picasa Webalben dort veröffentlichen (ich bekomme sogar zusätzlichen kostenlosen Speicher dafür, siehe hier...)

Natürlich kann man, genau wie auf Facebook, Links, Videos, Bilder, usw. teilen. Wäre ja sonst auch kein Soziales Netzwerk heutzutage. Was zum Glück noch fehlt, sind die Spiele und Anwendungen, die dafür sorgen, dass ich mich auf Facebook manchmal wie ein Gatecrasher auf einer Teenieparty fühle :-) Das zusammen mit dem klareren minimaleren Design verleitet mich zum Slogan "Google+  - das soziale Netzwerk für Erwachsene!", wobei das könnte man auch falsch auslegen ;-)

Das hier wäre kein Beitrag auf edumorph, wenn ich gar nicht auf die Chancen für's Lernen und Lehren eingehen würde. Schulisch natürlich nicht einsetzbar, denke ich, aufgrund der Datenschutzproblematik. In der Erwachsenenbildung bestimmt einsetzbar. Die Circles erlauben das leichte Einrichten von Lerncommunities und können so viele Aspekte abdecken, die in einer Lernplattform wie z.B. moodle (manchmal durchaus berechtigterweise) keinen Platz finden. Die Hangouts können zu spontanen Hausaufgabenrunden, Nachhilfeeinheiten, usw. benutzt werden, usw. Mit Google+ lässt sich also eher die Funktion der Cafeteria / Studentenkneipe realisieren, mit einem LMS eher die der Klassenräume, Bibliothek, usw. einer Bildungsinstitution. Das hier es natürlich Schnittmengen gibt, brauche ich bestimmt nicht erwähnen.

Bleibt abzuwarten, ob Google den Zeitpunkt verpasst hat, an dem noch ein weiteres soziales Netzwerk etabliert werden konnte. Ich glaube Facebook Nutzer werden nicht wechseln. Dafür haben sie zuviel in den Aufbau ihres Facebook-Netzwerks gesteckt. Sie werden also höchstens beides nutzen. Bei den Neulingen wird die Entscheidung dadurch getroffen, wo denn die meisten Kontakte unterwegs sind. Da bisher Facebook Platzhirsch war, muss Google dort dringend etwas tun. Hier könnte Google die Tatsache helfen, dass viele Menschen schon ein Google Konto haben und keinen neuen Login, etc. anlegen müssen. Ich glaube persönlich Google+ spricht eher die etwas etablierteren Internet-Nutzer an, also nicht die Facebook Teens und Twens. Dort könnte Google+ evtl. seine Initialzündung erleben.

Erwähnen möchte ich noch, dass (zurzeit) keine Werbung auf Google+ geschaltet ist. Dass Google Nutzerdaten verwenden wird, um auf anderen Seiten personalisierte Werbung zu schalten sollte aber klar sein. Die Nutzer müssen sich also fragen: "Bei wem wähne ich meine Daten besser aufgehoben?" Wem schenken sie Ihre Daten, Facebook, Google, oder beiden?